Archiv für die Kategorie ‘Schwuler Alltag’

Toleranz und Oberflächlichkeit - die billige schwule Welt

Samstag, 20. September 2008

Hmm, sind es nicht immer wir Schwule und Lesben, die nach Toleranz schreien? Wir protestieren mit tausenden anderen Gleichgesinnten auf CSDs gegen die Missstände in der schwulen Welt. Wir akzeptieren nicht, dass es Leute gibt, die mit Schwulen nichts zu tun haben möchten. Und Homophobie ist ja krank!

So, STOP an dieser Stelle. Genug vom blöden schwulen Einheitsgelaber.

Wenn ich mich bei Gayromeo durch die Liste der Online-User klicke, denke ich bei jedem zweiten Profil “der hat doch nen Knall!”. Scheinbar schreien Schwule nach Toleranz, sind selbst aber kein Stück tolerant, ganz im Gegenteil. Aber die blauen Seiten machen es uns ja auch einfach. Mit einem Klick können wir alles aus unserem Sichtfeld entfernen, was nicht dem Will-Ich-Mit-Ficken-Ziel entspricht. So werden alle Leute unter 160cm ausgeblendet, denn mit solchen Leuten möchte ich ja eh nichts zu tun haben. Leute über 70 kg natürlich auch, denn mal ganz ehrlich: Das ist fett… egal ob man 201cm groß ist! Wieso gibt es eigentlich keine Funktion, welche Leute nach dem BMI sortiert? Dann hätte man das Problem nicht. Alles mit BMI über 18 fliegt gleich in die Tonne bzw. landet automatisch in der Ignorieren-Liste.

Liebe Schwule, fasst euch endlich mal an die eigene Nase! Hört auf, nach Toleranz zu schreien, wenn ihr selbst Profiltexte wie “alle über 24 brauchen sich gar nicht melden” oder “mit Leuten, die Fetische haben, möchte ich nichts zu tun haben” verfasst!

Schade, die Zeit der großen Community ist vorbei. Noch vor 10 Jahren war man einfach miteinander befreundet. Da war es egal, ob alt oder jung, ob dick oder dünn, ob blond oder dunkelhaarig. Heute bilden sich die Cliquen anders. Wer da optisch nicht reinpasst, kommt auch nicht rein. Simpel und ohne Ausnahmen.

Bin ich eigentlich die einzige Person, die das mal ausspricht? Diesen Ansatz habe ich noch nirgends gelesen, obwohl er bestimmt in den Köpfen vieler herumschwirrt.

Ich verdiene mein Geld mit Prostitution… das ist doch krank!

Mittwoch, 06. August 2008

Oh, die Ärzte haben es geschafft. Es hat lange gedauert und war auch wohl nicht beabsichtigt, aber sie haben DIE schwule Hymne geschrieben! Der aktuelle Ärzte-Sing “Lasse reden” beschäftigt sich genau mit dem Thema, welches die Schwulen am Meisten beschäftigt. Und nein, damit ist nicht Sex gemeint! Lästern und böse Gerüchte verbreiten ist es, was favorisiert wird. Macht ja auch viel mehr Spaß. Vor allem auf Partys geht das richtig ab. Während Lesben durchaus mal zuschlagen, kämpfen Schwule lieber mir Worten. Ohhh, aber richtig böse. Erzählt man doch einfach mal Person A, dass Person C mit Person F geschlafen hat, dafür aber von Person M einen Betrag von 55,50 € bekommen hat. Das Ganze hat Person C aber nur gemacht, um sich an Person O zu rächen, die mit Person F seit mehr als 5 Wochen zusammen ist. Eindeutig zu lange. Tja, und weil es Person C so gut gefallen hat, geht er nun hauptberuflich anschaffen, ist doch klar… machen ja alle so.

Danke an die Ärtze für diesen ehrlichen Song, der zu 100% in die schwule Community passt. Mal sehen, welche Party ihn als erstes spielt, dann gerne auch als House-Version.

Übrigens haben sich auch Finger & Kadel mit der aktuellen Party-Kultur beschäftigt. Die Message in ihrem neuen Song ist ebenfalls sehr aussagekräftig und realistisch: Ihr seit doch krank!

Kuschäääääln

Donnerstag, 28. Februar 2008

Während es in den USA und anderen Ländern nur sehr hochwertige Songs von bekannten Künstlern an die Spitze der Charts schaffen, gibts in Deutschland immer wieder Überraschungen: Schnuffel - Kuschel Song. Ab sofort ist das die neue Nummer 1 - ist das nicht süss (das ist das offizielle Musik-Video!)?

Ich bin gespannt, welche Party das als erstes spielt - vielleicht als Black- oder House-Remix. By the way: Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass echte Black-Musik meist aus einem Farbigen, der im Hintergrund rumschreit und 1-2 gutaussehenden jungen süssen Sängerinnen besteht?

Schock beim Daten - Hässlichkeit in realen Leben

Mittwoch, 30. Januar 2008

Wenn man viel chattet, trifft man sicherlich auch mal mit der einen oder anderen Chat-Bekanntschaft. Tja, oft sehen die Leute real dann fürchterlich aus - also gar nicht mehr so schön, erotisch und sexy wie auf dem Foto im Profil. Der Einzige Gedanke ist dann meist “wie werde ich den/die nur schnellstens wieder los?”. Dumm gelaufen.

Heute möchten wir mal zeigen, was mit einem Grafik-Programm alles möglich ist bzw. euch die Erklärung dafür geben, warum euer Date anders aussah als im Chat:

“Schwul und blöd” oder “dumm fickt gut”?

Mittwoch, 23. Januar 2008

Wer schwul ist, sucht einen Freund, das ist klar. (zumindest normalerweise). Doch zum Dating im Internet gehört doch zumindest ein Grund-Bestand an Intelligenz. Wer vor lauter Rechtschreibfehlern keinen vernünftigen Satz herausbringt, wird seinen Traummann wohl kaum über das Internet finden.

Oder doch? Wir haben die Lösung gefunden! “Schwulle Jungs” gibt’s bei eBay! Intelligent durchdacht von eBay, denn die Werbe-Anzeige erscheint nur bei denen, die zu blöd sind, schwul zu schreiben. Also genau die richtige Zielgruppe.

Schwul und doof klein

Es ist gut zu wissen, das Sex nicht sooo viel Intelligenz erfordert. Das Nutzen von Kondomen leider schon.

Renovieren macht Spaß

Mittwoch, 02. Januar 2008

Wer sagt, dass Frauen keine Ahnung von Technik haben, hat mich noch nicht renovieren sehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es auch nur eine Frau gibt, die halb so dermaßen untalentiert ist wie ich.

Nachdem der spontane Umzug im Dezember des letzten Jahres abgeschlossen ist, sollte es 2008 nun losgehen. Ein paar Kabel verlegen, vielleicht Streichen und die Küche aufbauen. Ja, viel vorgenommen und wenig geschafft. Ich werde in nächster Zeit gerne über die Fortschritte bzw. Hausratschäden beim Renovieren berichten.

Wie lange kann man eigentlich brauchen, um einen 2m langen Kabelkanal an der Wand zu befestigen? Richtig! 3 Stunden und 45 Minuten. Geht nicht? Doch, das geht! Mit ein bisschen Talent immer genau da in die Wand zu bohren, wo die Wand entweder so weich ist, dass nichts hält oder so hart, dass man nicht reinkommt. Die dritte Möglichkeit: Man bohrt genau da, wo ein Stromkabel ist - dann macht es Blitz und die Sicherung ist raus. Bis jetzt habe ich es glücklicherweise noch nicht geschafft, eine Wasserleitung zu treffen - aber die Renovierung ist auch noch am Anfang.

Nunja, am Ende des Tages habe ich es nun immerhin geschafft, ein Telefonkabel zu verlegen. Auch wenn ich das Telefonkabel 3x neu verlegen musste, da ich es immer wieder angebohrt hatte. Da kam nicht mehr soooo viel Signal an. Egal, hauptsache es läuft - aber wer weiß wie lange. Aber eins kann ich versprechen: Wenn es im Büro das nächste Mal wochenlang keinen Telefon- oder Internet-Anschluß gibt, dann ist nicht mehr Arschcor Schuld.

Montag, 9:30 in Hannover

Montag, 19. November 2007

Genau so habe ich mich heute morgen gefühlt:

 

Umzugsstress in pink

Mittwoch, 14. November 2007

Ja, manchmal geht es doch schneller als man denkt. Da sucht man 1,5 Jahre nach der perfekten Wohnung und plötzlich steht man ganz unerwartet mittendrin. Und damit auch nichts mehr schief gehen kann, unterschreibt man auch sofort den Mietvertrag. Wer weiß, wann man das nächste Mal auf die perfekte Wohnung trifft. Nunja, auf jeden Fall muss nun ein Umzug veranlasst werden. Da der Nachmieter der alten Wohnung genausowenig warten möchte wie man selbst, bleiben dafür genau 3 Wochen Zeit.

Drei Wochen, um den kompletten Umzug inkl. aller Renovierungen und Sanierungen durchzuführen. Hmm, ist das möglich? Es muss! Auch wenn es stressig ist und die ein oder andere Arbeit liegen bleibt. Es ist zu spät, der Mietvertrag unterschrieben und es gibt kein zurück mehr. Tja, man hätte sich das vielleicht früher überlegen sollen, aber das schwule Herz ist ja manchmal spontaner als man denkt.

Fazit: Ab Dezember gilt unsere neue Anschrift: Lister Meile 32, 30161 Hannover. Ab dann gilt nicht nur “Baustellenlärm Osterstraße ade”, sondern auch “Willkommen im schwulen Stadtteil List - hier wohnen wir alle”.

Hoffen wir doch mal stark, dass es Arcor pünktlich schafft, den Telefon-Anschluß samt Internet an die neue Anschrift zu verlegen. Beim letzten Umzug hat das leider ganz und gar nicht geklappt. Und damals waren sogar 8 Wochen Zeit. Ohoh, ich sehe da noch das ein oder andere Problem auf uns zukommen. Wundert euch also bitte nicht, wenn es beim Support innerhalb der nächsten 4 Wochen etwas langsamer geht.

UPS und Homosexualität

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Erstmal danke lieber United Parcel Service, unsere neuen Flyer habt ihr uns schnell vorbeigebracht. Schon nach wenigen Stunden Lageraufenthalt waren sie bei uns. Und auch wirklich schön geworden, wobei wir uns dafür eher bei der Druckerei bedanken.

Trotzdem solltet ihr vielleicht mal ein bisschen an der Tolleranz euer Mitarbeiter arbeiten. Es gibt bestimmt auch Hetero-Partys, wo die Flyer von Postboten ins 4 Obergeschoss getragen werden müssen.

Hintergrund (dazu muss man wissen, dass die Druckerei immer einen Flyer zur Ansicht auf das Paket klebt): Als der Postbote fragte, wo er das Paket hinstellen solle und ich mit “auf den Tisch bitte” antwortetet, kam doch prompt “Gut, dann muss sich wenigstens niemand bücken”. 

Nochmal ganz ausdrücklich und freundlich für UPS: Es gibt auch Schwule, die sich nicht bücken (man kann auch im stehen Sex haben!).

Verbesserungsvorschläge für eine Community

Samstag, 13. Oktober 2007

Wir machen uns Gedanken! Natürlich auch stetig darum, wie man den Service für Dating-Seiten im Internet noch verbessern und optimieren kann. Heute möchte ich kurz ein paar Vorschläge erläutern, die uns zu einer bekannten Online-Community eingefallen sind.

Als erste Maßnahme sollte die Liste der sogenannten Fusstabsen (für alle Nicht-Mitglieder: Eine Art Gruß, den man im Profil hinterlässt, wenn man zu faul ist, jemanden anzuschreiben. In der Besucher-Statistik erscheint dann das entsprechende Icon) maßgeblich erweitert werden. Die verfügbaren Fusstabsen bieten längst nicht alles, was man diversen Leuten eigentlich sagen möchte. Zu diesem Thema haben wir im Internet ein paar interessante Vorschläge für die Fusstabsen-Erweiterung gefunden (vielen Dank an den Autor. Diesen konnten wir leider nicht ermitteln):

Fusstabsen klein

Um den Vorsprung um das Klischee bzw. das offene Geheimnis der “Sexdate-Community” auszubauen, sollte auch in diese Richtung sehr stark erweitert werden. So kann man einen User zwar z.B. als “persönlich bekannt” markieren, aber das war es auch schon. Wie wäre es, wenn man User auch als “gefickt” markieren könnte? So würde man nie die Übersicht verlieren, wenn man schon hatte und wen noch nicht. Eventuell macht auch eine Bewertung des Sexualkontaktes Sinn, damit man nicht vergisst, wer wie gut und wer wie schlecht war. Es lässt sich so ausschließen, dass man mit schlechten Kontakten nochmal vögelt im Schlafzimmer verschwindet.

Aus den gesammelten Daten lässt sich dann die perfekte persönliche Sex-Statistik erstellen und ausdrucken. Wie oft hatte man mit wem Sex? Wie viele Typen durschnittlich im Monat oder Jahr? Lässt man nach oder steigt das Verlangen? Auch könnten Fetische angezeigt werden, die man noch nicht ausprobiert hat oder User ausgeblendet, die man schon hatte. Desweiteren wäre auch eine Erinnerungs-Funktion möglich, die einen warnt, wenn man 6 Monate keinen Sex mit einer bestimmten Person hatte. Ohoh, die Möglichkeiten sind unbegrenzt! Wir wünschen unseren Kollegen aus Amsterdam viel Erfolg mit der Umsetzung.