Archiv für die Kategorie ‘Party-Wissen’

Wie alles begann … 4,5 Jahre gayscream

Montag, 12. Januar 2009

Es ist erschreckend! Als ich gestern einen Blick auf den Kalender warf, fiel mir nicht nur auf, wie alt ich inzwischen bin, sondern auch, dass gayscream bereits ein hohes Alter erreicht hat. Im September 2004 ging gayscream in der heutigen Form erstmals online und ist somit fast 4,5 Jahre alt. Ich war damals süsse 19 und hatte viele Ideen im Kopf. Inzwischen ist aus diesen Ideen ein ganzes schwules Unternehmen entstanden.

In diesem Rahmen sind wir aktuell damit beschäftigt, alle “schwulen Aktivitäten” in einem neuen Unternehmen zu bündeln und gründen die pink event GmbH. Wundert euch also nicht, wenn ihr bald eine neue Anschrift im gayscream-Impressum findet.

Doch wie hat das angefangen und was sind “schwule Aktivitäten”? Da ich schon seit ich 14 bin im Internet-Bereich aktiv bin, entstand mit einigen Bekannten die Idee eines schwulen Event-Portals. Auf Grund der Heimat Hannover natürlich für den Großraum Hannover - wofür auch sonst. Nebenbei gab es schon damals die kleinen gayscream-Partys, die z.B. “HerbstFever” oder “fever.06″ hießen und unregelmäßig im Haus der Jugend stattfanden. Kleine gemütliche Partys mit ca. 100 Besuchern und günstigen Getränke-Preisen.

Ich weiß gar nicht mehr warum, aber im Oktober 2005 (wahrscheinlich im Suff *g*) entstand dann die wahnwitzige Idee der WHY?GAY!-Party. Der Name ist mir bis heute ein Rätsel, hat sich aber durchgesetzt und bleibt deswegen natürlich auch in Zukunft erhalten. Die erste WHY?GAY!-Party im Dezember 2005 (damals in der 60er Jahre Halle auf dem Faust-Gelände) schlug mit ca. 700 Besuchern ein wie eine Bombe. Die Wiederholung im März 2006 setze den Trend des CeBIT-Specials, der ebenfalls bis heute aktiv ist. Die nächste WHY?GAY!-Party (CeBIT-Special) ist übrigens am 7. März 2009. Die Party-Reihe lockt inzwischen regelmäßig über 1.000 Besucher in die Steintor Event Hall.

Unser Konzept “QueerNight” hoben wir 2007 aus der Taufe. Zwei erfolgreiche Partys in der Pelikanhalle werden nicht so schnell vergessen. Die Pelikanhalle stellte die Location leider nicht mehr für Partys zur Verfügung, weswegen wir die QueerNight nach zwei Events eingestellt haben. Ein Location-Wechsel für die Party-Reihe wollten wir um jeden Preis verhindern. Im Oktober 2008 hat ein anderer Veranstalter den Namen der Party billig kopiert und im Hangar 05 den “Top of the Flops 2008″ veranstaltet.

Während sich gayscream stets gut entwickelte und wuchs, arbeiteten wir mit einem neuen und größerem Team an einem neuen Projekt, welches schon länger in der Schublade lag. Das “G:ZiNE“-Magazin wurde gestartet und erschien in der ersten Ausgabe Anfang September 2008. Ab sofort erscheint das Magazin alle zwei Monate. Thematisch setzt es sich mit schwul-lesbischen Szene in Hannover und Region auseinander.

Ein zusätzliches Party-Event, welches den Namen “PINKSTER” trägt, gibt es seit November 2008. Das Konzept der Party ist das genaue Gegenteil der WHY?GAY!-Party. Während auf der WHY?GAY!-Party vor allem “groß, dunkel, laut und geil” zählt, setzt PINKSTER auf “Klasse statt Masse” und bringt mit der hellen Location (Tanzstudio “Olandos Dance Complex”) einen ganz anderen und einzigartigen Flair mit. Die neue Party-Reihe findet 2x pro Jahr statt. Das nächste Mal im Frühling 2009.

Das aktuellste und wie sich im Nachhinein herausstellte auch größte Projekt ist der famous club. Auch dieses Konzept ist von der Idee her schon älter, wurde aber nie umgesetzt. Als wir im Oktober 2008 dann in der Location standen, wussten wir es sofort: Er ist es! In Rekord-Zeit renovierten wir den Club innerhalb von vier Wochen komplett und konnten schon Mitte Dezember Eröffnung feiern. Seit Dezember haben Schwule und Lesben in Hannover folglich eine neue Heimat. Jeden Freitag und Samstag kann im famous club gefeiert werden.

Tja… und das in 4,5 Jahren. Wir sind gespannt, wie es 2009 weiter geht. Neben der Neu-Firmierung der “schwulen Aktivitäten”, die übrigens ab Februar 2009 aktiv ist, haben wir noch viele viele viele Ideen. Unter anderem stehen die Erweiterung des famous club und eine neue Party-Reihe auf dem Plan. Lasst euch überraschen!

In 4,5 Jahren gucken wir dann, wie es weitergegangen ist. Oh mein Gott, dann ist 2013 und ich bin 27, aaaaaaaaaaaaaah. Ich sollte besser nicht so oft auf den Kalender gucken.

C-Promi-Alarm im PhoenixParc

Sonntag, 06. April 2008

Michael Ammer’s Modelnacht - wow, das klingt gut. Das müssen wir uns angucken. So viel die Entscheidung, erstmalig den PhoenixParc (früher Q-Palace) in Bad Nenndorf zu besuchen. Als wir um ca. 22:15 ankamen, hatten sich draußen schon die ersten Besucher angesammelt. Eigentlich um 22 Uhr, dann aber doch erst um 22:20 Uhr öffneten sich die Tore des Phoenix Parc und wir durfen eintreten. 6 Euro Eintritt bis 23 Uhr, das klang vollkommen okay.

Nachdem wir uns umgesehen hatten, ging es direkt an die Bar - immerhin hieß es im Internet, dass es bis 23 Uhr Wodka Red Bull für 1,50 € gäbe. Der Thekenkraft war das nicht bekannt, nach ein bisschen nachfragen ging es allerdings okay. Das es scheinbar nicht geplant war, merkte man auch daran, dass es keinen Billig-Vodka mit Abflußreiniger-Energy gab, sondern SKYY Vodka mit Original-Red Bull. Wow, ein super Preis!

Michael Ammer

Langsam füllte sich die Location, leider nur um die Tanzfläche herum. Die Tanzfläche ansich blieb erstmal leer. Erst viele viele Minuten später trauten sich die Ersten auf die Tanzfläche. Die Musik… ja… angekündigt waren die Top-DJs Housedestroyer aus Hamburg. Das einzige, was scheinbar destroyt wurde, waren aktuelle Scheiben - nicht ein Song der aktuellen ODC (Official Dance Charts) wurde gespielt. Dafür jeder uralt-Track aus 2006 ca. 3 Mal. So kam richtig Stimmung auf! Die Tanzfläche blieb übrigens die ganze Nacht lang halb leer.

Tadaaaa! Irgendwann war es soweit und auf der Bühne (die als VIP-Area galt) tauchte er auf - der Party-King des Jahrhunderts persönlich - Michael Ammer. Mit ihm - ganz exklusiv - eine ganze Horde von Fotografen und Kamera-Leuten. Auch Pro7 (taff) war vor Ort. Was aber eigentlich der Sinn des Ganzen war, blieb schleierhaft. Herr Ammer saß die ganze Nacht auf seinem Platz auf der Bühne und bewegte sich kein Stück. Nur die Models im Vordergrund tanzten und tanzten. Alles Gute zum Geburtstag an Herr Ammer, schließlich war es seine Geburtstags-Party. Kennt eigentlich jemand diesen Song von Culcha Cundela? Du bist Ammer!

Daniel Lopes

Damit aber nicht genug. Der nächste C-Promi namens Daniel Lopes hatte sich schon bereit gemacht und nahm das Mikrofon in die Hand. Er sang die Vocals der veralteten House-Tracks live mit. Aber wer ist eigentlich dieser Daniel Lopes? Riiiichtig, wer sich noch daran erinnert: Er nahm vor Jahren an der ersten Staffel von DSDS teil. Selbst wenn seine Stimme toll sein mag, durch die grausige Akkustik im PhoenixParc entstand ein einziges Dröhnen. Hmm ich dachte eigentlich immer ich kann viel Lärm ab, selbst in deutlich lauteren Discos hatte ich nie Probleme. Aber naja, an dem Tag wars dann einfach zu viel.

Tja, um die Liste der C-Promis zu komplettieren hätte nur noch Olivia Jones gefehlt. Aber die war ja zum königlichen-Hühner-Club im Acanto.

Fazit: Eine geile Party. Ein Highlight jagte das Nächste. Ich werde mich sicher noch ein paar Tage an den Abend erinnern - zumindest solange, wie ich noch das Piepen im Ohr habe.

Feiern ohne Bürokraten - Karneval in Köln

Dienstag, 05. Februar 2008

Der Karneval in Köln ist wohl eines der Event-Highlights in Deutschland. Die Kölner zeigen, wie es geht. Hier kann man noch feiern - ohne Ärger, Krawall oder überflüssiger Bürokratie (Schwulenfeindlichkeit gibt in Köln übrigens auch nicht, aber das ist ja bekannt) Das folgende Bild haben wir am Montag in der Kölner Innenstadt (unmittelbar in der Nähe des Neumarkt) aufgenommen:

Köln Karneval

Es zeigt einen Menschen-Auflauf in der Stadt. Ein Café hat eine Tribüne vor den Eingang gebaut, ein paar Schweinwerfer, jede Menge laute Boxen und los geht die Party. Alle feiern mit - laut, cool und einfach nur gut gelaunt. In Köln ist sowas möglich! Wen der Lärm stört, der geht einfach vorbei. Hier ruft keiner die Polizei oder das Ordnungsamt. Und selbst wenn, würden die wahrscheinlich nur lachen und den Anruf nach Düsseldorf weiterleiten.

Man stelle sich die gleiche Szene nun in Hannover vor. Angenommen, ein kleiner Modeladen möchte zwischen Kröpcke und Steintor etwas Ähnliches veranstalten. Schon 3 Jahre vor der Veranstaltung müsste er anfangen, erste Genehmigungen zu beantragen, damit auch pünktlich zur Veranstaltung alles klappt. 2 Wochen vor der Veranstaltung würde die Stadt Hannover dann anfangen, Büro-Container neben der Veranstaltung aufzubauen. Ganz unten das Finanzamt, darüber eine Mobil-Etage für das Bauamt, nicht zu vergessen mindestens 3 Container-Etagen für das Ordnungsamt. Oben drauf noch ein paar Container für Akten und Papier, achja und natürlich diverse Kaffee-Maschinen.  Alles in allem mind. 10m Bürokratie.

Während der Veranstaltung ist natürlich (auch wenn es eine Veranstaltung für max. 100 Personen ist) Polizei, Feuerwehr und Rettungs-Dienst anwesend. Statt wie in Köln mitzufeiern (ein Riesen-Lob an die Kölner Polizei! Eure Laune war der Hammer) ärgert sich die ansässige Polizei darüber, dass die neuen blauen Jacken doch viel unpraktischer sind als die alten Grünen. Früher war alles besser. Die Rechnung bekommt übrigens der Veranstalter, der seinen Laden danach direkt zumachen und seine Existenz an den Nagel hängen kann - willkommen im Sozialamt.

Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass das Disco-Sterben in Hannover weitergeht? Erst in letzter Zeit haben das Avalon und der Soapclub geschlossen bzw. wurden geschlossen. Tja, blöd, wenn der Stadt nach über 20 Jahren einfällt, dass es gar keine Baugenehmigung gibt. Aber kann ja passieren. Vielleicht hat damals einfach jemals Kaffee drübergekippt. Egal, sind ja nur wieder ein paar Arbeitsplätze weg. Wieso hat eigentlich noch niemand geschafft, den größten Arbeitgeber der Region zu verscheuchen? Ein paar neue Vorschriften und fertig ist der Leerstand - ist doch ganz einfach.

Hm, und da fragt man sich wirklich noch, warum Köln einen supergeilen und großen CSD hat, während in Hannover seit Jahren Flaute herrscht? Ruft doch mal die Hotline der Stadt Hannover an und fragt nach - jede Wette, dass ihr mit mindestens 23 verschiedenen Mitarbeitern sprecht, am Ende aber trotzdem nicht mehr wisst als vorher.

In diesem Sinne: Kölle Alaaf - Aloha CSD (Termin 2008: 4 bis 6 Juli 2008, Parade am 6. Juli)

Abschließend nochmal ein ganz großer Lob und Respekt an die Discotheken-Betreiber und Party-Veranstalter in Hannover. Macht weiter so, auch wenn es noch viele Situationen geben wird, in denen euch Politik das Leben schwer macht.

HANNOVER-GAY-NIGHT in motion

Dienstag, 30. Oktober 2007

Öfter mal was Neues! Das haben wir uns am vergangenen Samstag gedacht und gayscreams erstes Party-Video gedreht. Das Video der GayNight in Hannover könnt ihr euch hier und jetzt ansehen. Es sind fast 10 Minuten geworden. Leider hat youtube die Qualität runter geschraubt, aber es ist immer noch relativ gut zu erkennen.

In Zukunft werden wir öfter zusätzlich zu Party-Fotos auch Videos machen, die allerdings nicht gezielt auf Party-Besucher, sondern eher auf Stimmung, Location und Flair abzielen. Über Anregungen zum Video freuen wir uns sehr.

Bozzini Kerkrade - Orgamusreife Technik

Montag, 22. Oktober 2007

Wenn man zum Feiern ins Ausland fährt, so sieht man deutlich, was Deutschland aus der inländischen Party- und Disco-Szene gemacht hat. Gesetze über Alkohol, Lärmpegel, Licht/Laser. Und natürlich Steuern für alles Erdenkliche (z.B. Vergnügungssteuer) verderben in Deutschland fast jeden Party-Spaß. Sowohl für den Veranstalter/Betreiber, als auch für die Gäste. Fährt man auch nur ein paar Kilometer über die Grenze, dann sieht man, wie es anders (und auch richtig!) geht. Hier macht das Feiern noch Spaß.

Das Bozzini im niederländischen Kerkrade wirbt mit dem Slogan “Luxurious Clubbing”.  Und dazu haben sie auch allen Grund! Ich war schon in sehr vielen Discos in Deutschland, aber das Bozzino topt alles… und das mit Abstand! Ein Sound, der den Ohren Beine macht. Nicht nur sehr laut, sondern auch ein sehr guter Klang. Satte 61.000 Watt Bass, ganz ohne fürchterliches Dröhnen.

Die Licht-Anlage ist ein wahrer Traum! Eines der besten Licht-Systeme in ganz Europa. Ganze 140 Martin Movingheads sind im Bozzini untergebracht. Für alle, für die das ein Fremdwort ist: Hiesige Discos (z.B. der Funpark Hannover) haben maximal 12 davon. Und selbst das ist viel! Plasma-Fernseher an jeder Ecke, LEDs bis zum Abwinken und jede Menge Laser. Zudem bewegt sich die Traverse permanent. Von der Decke bis knapp über die Köpfe des feiernden Volks. Gekrönt von zwei 5m großen Ventilatoren, die ein weiteres Highlight darstellen. Natürlich sind diese nicht zur Klimatisierung gedacht… denn dafür gibts eine separate Klimaanlage. Habe ich schon die Show der Gogos erwähnt? Hier gibt es Männer und Frauen.

Die Getränke-Preise sind nicht die Besten, aber vollkommen okay. Ein Vodka Red Bull liegt zwar bei 8 Euro, dafür gibt’s gezapftes Bier für 2 Euro. Der Eintritt beträgt 10 Euro, Sicherheit wird groß geschrieben. Am Eingang wird man wie am Flughafen gefilzt, damit Waffen keine Chance haben. Musikalisch setzt das Bozzini vor allem auf House und Electro. Es gibt allerdings eine zweite Area, in der Black & RnB gespielt wird. Aber naja, Musik ist ja bekanntlich eine Sache des Geschmacks.

Fazit: Auch wem die Musik nicht passt - das muss man gesehen haben!

Bozzini

Die mit dem roten Halsband

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Die mit dem roten Halsband! In den Discos wird es momentan hoch- und runter gespielt. Trotzdem gibt es doch immer wieder verdutzte Gesichter, die den Song nicht kennen und dann Sachen wie “iiihhh, das ist ja ekelhaft” brüllen. Nein, es ist nicht ekelhaft, wenn die blonde Moni mit ihrem…. seid doch mal ein bisschen tolleranter! :-) Auf jeden Fall hier für alle, die es noch nicht kennen der Song, bevor man auf der nächsten Party steht und nicht weiß, was im Trend ist:

Hintergrund des Songs ist übrigens ein Werbe-Spot für einen Pornofilm aus den 70er Jahren. Alle, die sich für den Original-Werbespot interessieren, können diesen hier downloaden.

Es ist übrigens nicht der erste Song, der mit Ausschnitten aus nicht ganz jugendfreien Texten zum Erfolg wurde. Erst Anfang des Jahres wurde der House-Remix von “Assi Toni” zum Hit in den Clubs. Hat sich nich ganz so lange gehalten, gehört inzwischen aber trotzdem dazu:

Tja, was kommt wohl als nächstes? Man kann gespannt sein. Heutzutage ist es ja nicht mehr soooo schwer, von youtube in die Clubs zu kommen :) Also Jungs und Mädels: Setz euch hin und überlegt euch was schönes. Vielleicht hören wir nächstes Jahr euch auf den Partys!

So macht das Feiern Spaß …

Montag, 02. Juli 2007

Tja, damals war alles besser. Diejenigen von euch, die vor 10 Jahren schon in Diskos gegangen sind, können sicher ein Lied davon singen. Noch um 5 Uhr morgens war die Musik gut, der Laden voll und auch endete der Abend nicht vor dem Geld. Vor 10 Jahren, so sagt man, hatte ein Diskotheken-Betreiber noch Porsche und Villa sicher - in der heutigen Zeit kann man als Betreiber einer Diskothek froh sein, wenn man es nicht versäumt, seinen Antrag auf Sozialhilfe abzugeben.

Das letzte HemdImmer neue Gesetze und Verordnungen verderben inzwischen die Lust auf das Feiern. Wie ihr sicher in den Nachrichten verfolgt habt, geht es nun den Flatrate-Partys an den Kragen. Hannover mahnt Diskos ab, das fröhliche Erlebnis in Zukunft zu unterlassen. Achja, wer denkt, das Ganze kann mit symbolischen Getränke-Preisen von 10 Cent umgangen werden, täuscht. Auch das wird in Zukunft mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 € betraft. Einige Diskos leben nur davon, wenigestens an Flatrate-Tage noch einige Besucher zu ziehen. Damit ist wohl Schluß. Bleibt abzuwarten, welche Läden in Hannover innerhalb der nächsten 6 Monate ihre Pforten schließen.

Aber glaubt die Politik wirklich, dass es Jugendliche vom Trinken abhält, wenn man Flatrate Partys verbietet? Es ist doch wohl eher so, dass man beim Vortrinken mit Freunden einen Kurzen mehr zu sich nimmt und sich dafür in der Disko ein paar Getränke sparrt. In vielen Fällen ist das Vortrinken inzwischen wohl sowieso beliebter als der spätere Party-Spaß, aber darum soll es jetzt nicht gehen.

Erinnern wir uns mal zurück: An Smirnoff Ice und Bacardi Rigo 2003/2004  - lecker ohne Ende. Der Verkaufssschlager auf jeder Party. Doch dann griff der Staat ein. Mit Einführung der Sondersteuer steigen nicht nur die Preise, sondern es sinkt auch der Alkoholgehalt. Und wer trinkt heute schon noch Smirnoff Ice?!

img_0082.jpg

10 Euro Eintritt für eine Party? Vielen ist das zu teuer. Doch wissen viele auch nicht, dass sich die Party-Veranstalter definitiv nicht 1.000 x 10 Euro einstecken, sondern eine Party-Kalkulation ganz anders aussieht. In Hannover z.B. gibt es eine pauschale Vergnügungssteuer von derzeit 20% - d.h. auf den Eintrittspreis zahlt der Veranstalter, unabhängig von Kosten, erstmal 20% an den Fiskus.  Immerhin 2 Euro pro Gast. Macht 2.000 Euro bei 1.000 Gästen. Eine Party ohne Eintritt, und die Party über Getränke finanzieren? Bringt nichts, dann schlägt die Vergnügungssteuer pro qm zu.

Ach, und wo wir gerade dabei sind. Sicherlich werden die Diskos wieder voller, wenn man einfach das Rauchen in Diskos verbietet, damit sich kein Nichtraucher gestört fühlt. Vielleicht sollte man auch Musik verbieten, damit sich niemand von Lärm belästigt fühlt. Achja und natürlich auch blinkendes Licht, das war ja schon immer vollkommen überflüssig. Willkommen in Deutschland!

photocase247169461274.jpg

Gesetze, Verordnungen, immer mehr Eintritt, Getränke immer teurer, macht das Feiern so noch Spaß? Und macht es den Veranstaltern noch Spaß? Kann der Disko-Betreiber seine Famile ernähren? Naja, wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Aber eines ist sicher: Das Party- und Disko-Sterben geht weiter. Und billig wird es nicht - dem nächsten Trend in Diskos wird sicherlich auch wieder relativ schnell ein Ende durch neue Gesetzte gesetzt.