Archiv für die Kategorie ‘Hannover’

üstra in Geberlaune - “gerne unterstützen wir Klofrauen!”

Sonntag, 13. Juli 2008

Die üstra ist ein Verein Unternehmen in Hannover, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in Bussen und Straßenbahnen zu transportieren. Das Gleiche wie die KVB in Köln, nur halt in Hannover. Und üstra klingt doch auch viel aufregender. Und dieses komische grün an den Fahrzeugen ist auch schön anzusehen.

Am letzten Samstag trug es sich zu, dass wir mit einer Gruppe von Leuten mit dem Ziel des GayZeltes an einer Straßenbahn-Station standen. Wartend auf die Bahn kam die Fahrkarten-Frage auf. Also ran an den Automaten, die Bahn kommt gleich. Die Wahl fiel auf eine Gruppentageskarte. 7,80 € für 5 Personen sind vollkommen okay.

Alle gucken in die Geldbörsen und wir beginnen damit, Geld einzuwerfen - ein 2-Euro-Stück. Noch ein 2 Euro-Stück. Dann noch Eins. Macht schonmal 6 Euro. Oh, fehlen nur noch 1,80 Euro. Hat jemand ein 1-Euro-Stück? Ja, also rein damit. 2-Euro-Stücke hatten wir inzwischen nicht mehr. Nun noch 80 Cent. Ein 50-Cent-Stück war gefunden. Fehlen noch 30 Cent. Und auch ein 10 und 20 Cent-Stück hatten wir, doch nanu, was war passiert? 10 und 20-Cent-Stücke fielen durch. Woran liegts? Richtig! Der Automat will für die letzten 30 Cent patu und ausschließlich nur 2-Euro-Stücke. Haben wir aber nicht, hätten wir doch sonst längst eingeworfen!

Mist, da hinten kommt die Bahn. Was nun? Der Automat will unser Geld nicht und wir wollen die Bahn nicht verpassen. Also auf “Abbruch” drücken und warten, bis unser Geld zurückkommt. Klick Klack KlickKlack Klick- 5x müsste es in der Wechselgeldausgabe “klacken”, denn wir haben 5 Geldstücke eingeworfen. Klick Klack Klack Klick Klack, wieso geht es weiter? Klick Klack Klick Klack und immer weiter.

Ein Blick in die Münzrückgabe verrät die Lösung. Der liebe Automat zahlt uns unser Geld komplett in 20-Cent-Stücken zurück! Kein Witz. Leider kein Witz. Und wenn, dann wäre er schlecht. Die Bahn mussten wir inzwischen schon aufhalten, da noch immer klackte es. Zum Schluss kamen sogar 5-Cent-Stücke raus.

Ca. 4 kg Kleingeld und 40 Geldstücke reicher, stiegen wir ein. Auf der Fahrt keinerlei Fahrkarten-Kontrolle. Glück für den Kontrolluer, dem hätten wir was erzählt und ihm das Kleingeld um die Ohren gehauen.

Und was hat das nun mit Klofrauen zu tun? Ist doch ganz einfach! Was macht man mit 40 Stücken Kleingeld? Richtig, man verteilt es über den Abend hin gleichmäßig an diverse Klofrauen auf dem Hannoveraner Schützenfest. So kann man auch 7,50 € investieren. Ob die Klofrauen das Ganze allerdings genauso versteuern wie es die üstra, ist fraglich.

Ich habe übrigens kein sinnvolleres Video zum Thema “Klick Klack” gefunden, sorry!

Party im Agostea Hannover

Samstag, 12. April 2008

Ja, es war mal wieder so weit. Nachdem ich (auf Grund der miesen Türpolitik) eigentlich nicht mehr ins Agostea Hannover gehen wollte, habe ich mich am letzten Freitag doch dazu überreden lassen. Alles in allem ein Erlebnis, was dazu führt, das Agostea die nächste Zeit gerne wieder zu meiden, denn nicht nur die Türpolitik lässt zu wünschen übrig.

Gegen 0:30 herrschte auf der Tanzfläche Main-Area bereits eine Bomben-Stimmung. Ganze 15 Leute machten die Nacht zum Tag, der Rest stand an den Theken oder diversen Stehtischen. Die Raucher-Area dagegen war voller, allerdings nicht die Tanzfläche der Raucher-Area.

Naja, die Party lief. Ein paar Gäste kamen, ein paar gingen. Viel voller wurde es leider nicht, maximal der Alkoholpegel stieg. Die Musik (ein ca. 30-Minuten-Wechsel zwischen Black und House) war vollkommen okay, auch wenn eigentlich keine wirkliche Stimmung aufkam. Es fehlten einfach die musikalischen Highlights.

3:15 Uhr - nanu, habe ich mich verhört? Der DJ sagte doch in der Tat “[...] kurz vor Feierabend [...]” (Zitat). Erschreckend aber wahr. Obwohl nun ca. 30 Leute auf der Tanzfläche waren (Höchststand an diesem Tag), wurden bereits die Getränke-Karten eingesammelt und hinter der Theke gereinigt. Es schien sich eine Art Feierabend-Feeling beim Personal breitzumachen. Und auch der DJ schafft es mit einem appruptem Wechsel vom Black-Music auf Jumpstyle einige Gäste zu schocken. “Meine Jumper” (Zitat vom DJ) waren allerdings nicht wirklich anwesend.

Die Internetseite der Discothek berichtet übrigens etwas Großartiges und wirklich einmaliges! Das Agostea kann sich B-Promis leisten, jaaaa. Während im PhoenixParc C-Promis wie Steuerhinterzieher Michael Ammer durch die Areas stolzieren, legt im Mai eine ganz besonders Prominente im Agostea auf: Nadja Abd el Farrag (Naddel). Nein, das ist kein Witz. Sie versucht es nun scheinbar als DJane. Nachdem sie bereits Altenpflegerin war, ein Kochbuch geschrieben hat, ein Bauchtanz-Video veröffentlicht hat, eine Biografie geschrieben hat, im Dschungel-Camp war und sich zuletzt als Schlager-Sängerin versucht hat, steht Sie nun am DJ-Pult. Viel Spaß dabei! Das kann ja nur im Chaos enden.

Zusammenfassend wirkt es so, als hätte das Agostea Hannover noch immer keine wirkliche Zielgruppe gefunden. Junge Leute, alte Leute, alles sehr zusammengewürfelt. Durch die merkwürdige Musik-Auswahl und die leider grottenschlechte Lichttechnik (schlecht gesteuert! Die Geräte an sich sind durchaus okay) wird das wohl längerfristig nicht unbedingt zum Erfolg führen.

Apropros Musik-Auswahl. Es ist wirklich lächerlich, wenn der DJ versucht, mit Songs wie “Jeckyll & Hyde - Freefall” einen auf Funpark Hannover zu machen. Es gibt Songs, die einfach nicht zur Location (und zur Lichtanlage passen). Ein eigenes Konzept täte dem Agostea sicher ganz gut.

Und ob Getränke-Aktionen mit guten Preisen mehr gutes Publikum oder eher pöbelndes Volk bringen, ist wohl auch fraglich.

Naja, in einigen Monaten werde ich nochmal ins Agostea Hannover gehen und berichten, ob sich etwas geändert hat. Achja… ganz vergessen. Der LJ wurde scheinbar entlassen. Es gab an diesem Abend schlicht und einfach keinen.

HANNOVER-GAY-NIGHT in motion

Dienstag, 30. Oktober 2007

Öfter mal was Neues! Das haben wir uns am vergangenen Samstag gedacht und gayscreams erstes Party-Video gedreht. Das Video der GayNight in Hannover könnt ihr euch hier und jetzt ansehen. Es sind fast 10 Minuten geworden. Leider hat youtube die Qualität runter geschraubt, aber es ist immer noch relativ gut zu erkennen.

In Zukunft werden wir öfter zusätzlich zu Party-Fotos auch Videos machen, die allerdings nicht gezielt auf Party-Besucher, sondern eher auf Stimmung, Location und Flair abzielen. Über Anregungen zum Video freuen wir uns sehr.

Agostea Hannover - Neue Discothek

Samstag, 13. Oktober 2007

Update vom April 2008: Ein halbes Jahr Agostea Hannover ist vorbei. Und es hat sich viel - oftmals leider zum Negativen - veändert. Diesbezüglich lest bitte unseren aktuellen Beitrag.


Am letzten Donnerstag, den 11. Oktober 2007 war es soweit. In Hannover hat eine neue Discothek eröffnet: Das Agostea. Wir folgten der Einladung und haben uns das Agostea gleich einmal angesehen. Um 18 Uhr ging es los zur inoffiziellen Eröffnung. Sehr gut war das ausgiebige Buffett, welches fast die ganze Tanzfläche der 2. Area ausfüllte. Ich war kaum noch wegzubekommen :-) Um 21 Uhr eröffnete das Agostea dann offziell für Publikum. Der DJ hielt eine kurze Ansprache und stellte das Programm vor, unter anderem mit dem Satz “Big Friday - Die Mega-Party am Samstag”. Ja, sowas merkt man sich dann doch! Er hat sich aber noch verbessert.

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Das Agostea Hannover befindet sich sehr zentral direkt hinter dem Hauptbahnhof. Gegenüber von Kaufland: Über dem Aldi-Markt. Erst vor kurzem ist in Hannover-Garbsen übrigens eine Discothek über einem Aldi-Markt abgebrannt, das aber nur nebenbei. Die Einrichtung des Agostea überzeugte! Die Main-Area, auf der in Zukunft primär Charts, House und Black gespielt werden, ist im “Harry Potter”-Style eingerichtet. Area #2 dagegen im Skihütten-Style. Übrigens sehr detailverliebt!  Kompliment an die Einrichter. Auch an Sound- und Licht wurde nicht gespart.

Leider war die Eröffnungs-Party nicht übermäßig gut besucht, was eigentlich sehr verwundert. Schläft Hannover Donnerstags? Lange hat keine Discothek oder Party im Großraum Hannover mehr so viel Werbung gemacht. Anzeigen in allen wichtigen Medien, eine Stadt voller Plakate und jede Menge Werbe-Anhänger. Das hat bis jetzt nicht mal die Antalya Party oder die Ü30-Party der Yuka Events so ausgedehnt.

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Lassen wir uns überraschen, wie das Partyvolk in Hannover den neuen Laden annimmt. Vermutlich können wir uns aber noch auf das ein oder andere Highlight einrichten.  Es ist auch davon auszugehen, dass das Agostea länger bestehen bleibt, denn durch die Zugehörigkeit zur MPC-Gruppe (Music-Park-Concepts) ist wohl genug Kapital vorhanden.

Übrigens: Das Agostea ist keine GayLesbian-Discothek, sondern eine ganz normale. Allerdings mit Sicherheit auch für Gays, Lesbians & Friends einen Besuch wert. Ein großes Lob an den Betreiber zur gelungenen Eröffnungs-Party.

Hannover macht Sommerpause

Sonntag, 15. Juli 2007

PauseEs ist soweit! Party-Hauptstadt Hannover geht in die wohlverdiente Sommerpause. Nach seit April fast wöchtentlich eine Party auf dem Plan stand, wird es die nächsten Wochen ruhig in Hannover. Nach 10 Tage Schützenfest-Marathon und zuletzt der Oriental-Gay-Night kommt die nächste Party frühstens im September. Entspannt euch und genießt die freie Zeit ;-)

Wer auch im Sommer nicht darauf verzichten kann, die Nacht zum Tag zu machen, dem legen wir gerne die folgenden Veranstaltungen in der näheren Umgebung ans Herz:

Sommerloch-Festival Braunschweig: 28. Juli 2007
CSD Hamburg: 4. August 2007
BS-GAY-NIGHT: 12. August 2007

So macht das Feiern Spaß …

Montag, 02. Juli 2007

Tja, damals war alles besser. Diejenigen von euch, die vor 10 Jahren schon in Diskos gegangen sind, können sicher ein Lied davon singen. Noch um 5 Uhr morgens war die Musik gut, der Laden voll und auch endete der Abend nicht vor dem Geld. Vor 10 Jahren, so sagt man, hatte ein Diskotheken-Betreiber noch Porsche und Villa sicher - in der heutigen Zeit kann man als Betreiber einer Diskothek froh sein, wenn man es nicht versäumt, seinen Antrag auf Sozialhilfe abzugeben.

Das letzte HemdImmer neue Gesetze und Verordnungen verderben inzwischen die Lust auf das Feiern. Wie ihr sicher in den Nachrichten verfolgt habt, geht es nun den Flatrate-Partys an den Kragen. Hannover mahnt Diskos ab, das fröhliche Erlebnis in Zukunft zu unterlassen. Achja, wer denkt, das Ganze kann mit symbolischen Getränke-Preisen von 10 Cent umgangen werden, täuscht. Auch das wird in Zukunft mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 € betraft. Einige Diskos leben nur davon, wenigestens an Flatrate-Tage noch einige Besucher zu ziehen. Damit ist wohl Schluß. Bleibt abzuwarten, welche Läden in Hannover innerhalb der nächsten 6 Monate ihre Pforten schließen.

Aber glaubt die Politik wirklich, dass es Jugendliche vom Trinken abhält, wenn man Flatrate Partys verbietet? Es ist doch wohl eher so, dass man beim Vortrinken mit Freunden einen Kurzen mehr zu sich nimmt und sich dafür in der Disko ein paar Getränke sparrt. In vielen Fällen ist das Vortrinken inzwischen wohl sowieso beliebter als der spätere Party-Spaß, aber darum soll es jetzt nicht gehen.

Erinnern wir uns mal zurück: An Smirnoff Ice und Bacardi Rigo 2003/2004  - lecker ohne Ende. Der Verkaufssschlager auf jeder Party. Doch dann griff der Staat ein. Mit Einführung der Sondersteuer steigen nicht nur die Preise, sondern es sinkt auch der Alkoholgehalt. Und wer trinkt heute schon noch Smirnoff Ice?!

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10 Euro Eintritt für eine Party? Vielen ist das zu teuer. Doch wissen viele auch nicht, dass sich die Party-Veranstalter definitiv nicht 1.000 x 10 Euro einstecken, sondern eine Party-Kalkulation ganz anders aussieht. In Hannover z.B. gibt es eine pauschale Vergnügungssteuer von derzeit 20% - d.h. auf den Eintrittspreis zahlt der Veranstalter, unabhängig von Kosten, erstmal 20% an den Fiskus.  Immerhin 2 Euro pro Gast. Macht 2.000 Euro bei 1.000 Gästen. Eine Party ohne Eintritt, und die Party über Getränke finanzieren? Bringt nichts, dann schlägt die Vergnügungssteuer pro qm zu.

Ach, und wo wir gerade dabei sind. Sicherlich werden die Diskos wieder voller, wenn man einfach das Rauchen in Diskos verbietet, damit sich kein Nichtraucher gestört fühlt. Vielleicht sollte man auch Musik verbieten, damit sich niemand von Lärm belästigt fühlt. Achja und natürlich auch blinkendes Licht, das war ja schon immer vollkommen überflüssig. Willkommen in Deutschland!

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Gesetze, Verordnungen, immer mehr Eintritt, Getränke immer teurer, macht das Feiern so noch Spaß? Und macht es den Veranstaltern noch Spaß? Kann der Disko-Betreiber seine Famile ernähren? Naja, wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Aber eines ist sicher: Das Party- und Disko-Sterben geht weiter. Und billig wird es nicht - dem nächsten Trend in Diskos wird sicherlich auch wieder relativ schnell ein Ende durch neue Gesetzte gesetzt.