Es ist erschreckend! Als ich gestern einen Blick auf den Kalender warf, fiel mir nicht nur auf, wie alt ich inzwischen bin, sondern auch, dass gayscream bereits ein hohes Alter erreicht hat. Im September 2004 ging gayscream in der heutigen Form erstmals online und ist somit fast 4,5 Jahre alt. Ich war damals süsse 19 und hatte viele Ideen im Kopf. Inzwischen ist aus diesen Ideen ein ganzes schwules Unternehmen entstanden.
In diesem Rahmen sind wir aktuell damit beschäftigt, alle “schwulen Aktivitäten” in einem neuen Unternehmen zu bündeln und gründen die pink event GmbH. Wundert euch also nicht, wenn ihr bald eine neue Anschrift im gayscream-Impressum findet.
Doch wie hat das angefangen und was sind “schwule Aktivitäten”? Da ich schon seit ich 14 bin im Internet-Bereich aktiv bin, entstand mit einigen Bekannten die Idee eines schwulen Event-Portals. Auf Grund der Heimat Hannover natürlich für den Großraum Hannover - wofür auch sonst. Nebenbei gab es schon damals die kleinen gayscream-Partys, die z.B. “HerbstFever” oder “fever.06″ hießen und unregelmäßig im Haus der Jugend stattfanden. Kleine gemütliche Partys mit ca. 100 Besuchern und günstigen Getränke-Preisen.
Ich weiß gar nicht mehr warum, aber im Oktober 2005 (wahrscheinlich im Suff *g*) entstand dann die wahnwitzige Idee der WHY?GAY!-Party. Der Name ist mir bis heute ein Rätsel, hat sich aber durchgesetzt und bleibt deswegen natürlich auch in Zukunft erhalten. Die erste WHY?GAY!-Party im Dezember 2005 (damals in der 60er Jahre Halle auf dem Faust-Gelände) schlug mit ca. 700 Besuchern ein wie eine Bombe. Die Wiederholung im März 2006 setze den Trend des CeBIT-Specials, der ebenfalls bis heute aktiv ist. Die nächste WHY?GAY!-Party (CeBIT-Special) ist übrigens am 7. März 2009. Die Party-Reihe lockt inzwischen regelmäßig über 1.000 Besucher in die Steintor Event Hall.
Unser Konzept “QueerNight” hoben wir 2007 aus der Taufe. Zwei erfolgreiche Partys in der Pelikanhalle werden nicht so schnell vergessen. Die Pelikanhalle stellte die Location leider nicht mehr für Partys zur Verfügung, weswegen wir die QueerNight nach zwei Events eingestellt haben. Ein Location-Wechsel für die Party-Reihe wollten wir um jeden Preis verhindern. Im Oktober 2008 hat ein anderer Veranstalter den Namen der Party billig kopiert und im Hangar 05 den “Top of the Flops 2008″ veranstaltet.
Während sich gayscream stets gut entwickelte und wuchs, arbeiteten wir mit einem neuen und größerem Team an einem neuen Projekt, welches schon länger in der Schublade lag. Das “G:ZiNE“-Magazin wurde gestartet und erschien in der ersten Ausgabe Anfang September 2008. Ab sofort erscheint das Magazin alle zwei Monate. Thematisch setzt es sich mit schwul-lesbischen Szene in Hannover und Region auseinander.
Ein zusätzliches Party-Event, welches den Namen “PINKSTER” trägt, gibt es seit November 2008. Das Konzept der Party ist das genaue Gegenteil der WHY?GAY!-Party. Während auf der WHY?GAY!-Party vor allem “groß, dunkel, laut und geil” zählt, setzt PINKSTER auf “Klasse statt Masse” und bringt mit der hellen Location (Tanzstudio “Olandos Dance Complex”) einen ganz anderen und einzigartigen Flair mit. Die neue Party-Reihe findet 2x pro Jahr statt. Das nächste Mal im Frühling 2009.
Das aktuellste und wie sich im Nachhinein herausstellte auch größte Projekt ist der famous club. Auch dieses Konzept ist von der Idee her schon älter, wurde aber nie umgesetzt. Als wir im Oktober 2008 dann in der Location standen, wussten wir es sofort: Er ist es! In Rekord-Zeit renovierten wir den Club innerhalb von vier Wochen komplett und konnten schon Mitte Dezember Eröffnung feiern. Seit Dezember haben Schwule und Lesben in Hannover folglich eine neue Heimat. Jeden Freitag und Samstag kann im famous club gefeiert werden.
Tja… und das in 4,5 Jahren. Wir sind gespannt, wie es 2009 weiter geht. Neben der Neu-Firmierung der “schwulen Aktivitäten”, die übrigens ab Februar 2009 aktiv ist, haben wir noch viele viele viele Ideen. Unter anderem stehen die Erweiterung des famous club und eine neue Party-Reihe auf dem Plan. Lasst euch überraschen!
In 4,5 Jahren gucken wir dann, wie es weitergegangen ist. Oh mein Gott, dann ist 2013 und ich bin 27, aaaaaaaaaaaaaah. Ich sollte besser nicht so oft auf den Kalender gucken.