Archiv für den Monat Februar 2008

Kuschäääääln

Donnerstag, 28. Februar 2008

Während es in den USA und anderen Ländern nur sehr hochwertige Songs von bekannten Künstlern an die Spitze der Charts schaffen, gibts in Deutschland immer wieder Überraschungen: Schnuffel - Kuschel Song. Ab sofort ist das die neue Nummer 1 - ist das nicht süss (das ist das offizielle Musik-Video!)?

Ich bin gespannt, welche Party das als erstes spielt - vielleicht als Black- oder House-Remix. By the way: Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass echte Black-Musik meist aus einem Farbigen, der im Hintergrund rumschreit und 1-2 gutaussehenden jungen süssen Sängerinnen besteht?

Die Bahn kommt - nun Becks statt Warsteiner

Dienstag, 12. Februar 2008

Warsteiner vs. BecksJa, wir Hannoveraner lieben ja Becks, auch wenn es aus Bremen kommt. Auf allen Partys trinken wir fast nur das eine Bier, auch wenn unter Schwulen wohl eher Becks Gold beliebt ist. Da auch die Deutsche Bahn immer schwuler wird (wer kennt eigentlich keinen schwulen Bahn-Mitarbeiter?, wurde nun spontan von Warsteiner auf Becks umgestellt - juhuuu, endlich können wir auch im Zug ein lecker Bier trinken, ohne uns das alkoholhaltige Getränk von zu Hause mitbringen zu müssen.

Im Rahmen der äußerst komplexen Umstellung von Warsteiner auf Becks hat die Bahn-Zeitschrift “mobil” ein Interview mit Bernhard Heinrichsrüscher (Key Account Management bei InBev = Becks) geführt. Alle wichtigen Fragen rund um die Umstellung wurden geklärt - wir wissen nun auch, dass Herr Heinrichsrüscher selbst mal ICE fährt (zahlt InBev keinen Firmenwagen?).

Waren Theken-Umbauten nötig? Diese Frage ist so dämlich, dass selbst Herr Heinrichsrüscher nicht genau wusste, was er antworten solle. Schließlich konnte er ja nicht zugeben, dass für den simplen Tausch der Flaschen von Warsteiner zu Becks deutschlandweit in allen ICE-Fahrzeugen die Bord-Restaurants saniert werden mussten und auch die Loks mit neuen Motoren ausgestattet wurden. “Wir haben in 400 Zügen mehr als 18.000 Pils- und Weißbiergläser verteilt” - Respekt!

Damit wäre mal wieder bewiesen, dass die Bahn nicht alle kompetenten Mitarbeiter bei der Fahrplan-Gestaltung einsetzt. Nein, auch in der Redaktion hat sich einer eingeschlichen!

Feiern ohne Bürokraten - Karneval in Köln

Dienstag, 05. Februar 2008

Der Karneval in Köln ist wohl eines der Event-Highlights in Deutschland. Die Kölner zeigen, wie es geht. Hier kann man noch feiern - ohne Ärger, Krawall oder überflüssiger Bürokratie (Schwulenfeindlichkeit gibt in Köln übrigens auch nicht, aber das ist ja bekannt) Das folgende Bild haben wir am Montag in der Kölner Innenstadt (unmittelbar in der Nähe des Neumarkt) aufgenommen:

Köln Karneval

Es zeigt einen Menschen-Auflauf in der Stadt. Ein Café hat eine Tribüne vor den Eingang gebaut, ein paar Schweinwerfer, jede Menge laute Boxen und los geht die Party. Alle feiern mit - laut, cool und einfach nur gut gelaunt. In Köln ist sowas möglich! Wen der Lärm stört, der geht einfach vorbei. Hier ruft keiner die Polizei oder das Ordnungsamt. Und selbst wenn, würden die wahrscheinlich nur lachen und den Anruf nach Düsseldorf weiterleiten.

Man stelle sich die gleiche Szene nun in Hannover vor. Angenommen, ein kleiner Modeladen möchte zwischen Kröpcke und Steintor etwas Ähnliches veranstalten. Schon 3 Jahre vor der Veranstaltung müsste er anfangen, erste Genehmigungen zu beantragen, damit auch pünktlich zur Veranstaltung alles klappt. 2 Wochen vor der Veranstaltung würde die Stadt Hannover dann anfangen, Büro-Container neben der Veranstaltung aufzubauen. Ganz unten das Finanzamt, darüber eine Mobil-Etage für das Bauamt, nicht zu vergessen mindestens 3 Container-Etagen für das Ordnungsamt. Oben drauf noch ein paar Container für Akten und Papier, achja und natürlich diverse Kaffee-Maschinen.  Alles in allem mind. 10m Bürokratie.

Während der Veranstaltung ist natürlich (auch wenn es eine Veranstaltung für max. 100 Personen ist) Polizei, Feuerwehr und Rettungs-Dienst anwesend. Statt wie in Köln mitzufeiern (ein Riesen-Lob an die Kölner Polizei! Eure Laune war der Hammer) ärgert sich die ansässige Polizei darüber, dass die neuen blauen Jacken doch viel unpraktischer sind als die alten Grünen. Früher war alles besser. Die Rechnung bekommt übrigens der Veranstalter, der seinen Laden danach direkt zumachen und seine Existenz an den Nagel hängen kann - willkommen im Sozialamt.

Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass das Disco-Sterben in Hannover weitergeht? Erst in letzter Zeit haben das Avalon und der Soapclub geschlossen bzw. wurden geschlossen. Tja, blöd, wenn der Stadt nach über 20 Jahren einfällt, dass es gar keine Baugenehmigung gibt. Aber kann ja passieren. Vielleicht hat damals einfach jemals Kaffee drübergekippt. Egal, sind ja nur wieder ein paar Arbeitsplätze weg. Wieso hat eigentlich noch niemand geschafft, den größten Arbeitgeber der Region zu verscheuchen? Ein paar neue Vorschriften und fertig ist der Leerstand - ist doch ganz einfach.

Hm, und da fragt man sich wirklich noch, warum Köln einen supergeilen und großen CSD hat, während in Hannover seit Jahren Flaute herrscht? Ruft doch mal die Hotline der Stadt Hannover an und fragt nach - jede Wette, dass ihr mit mindestens 23 verschiedenen Mitarbeitern sprecht, am Ende aber trotzdem nicht mehr wisst als vorher.

In diesem Sinne: Kölle Alaaf - Aloha CSD (Termin 2008: 4 bis 6 Juli 2008, Parade am 6. Juli)

Abschließend nochmal ein ganz großer Lob und Respekt an die Discotheken-Betreiber und Party-Veranstalter in Hannover. Macht weiter so, auch wenn es noch viele Situationen geben wird, in denen euch Politik das Leben schwer macht.