Wenn man zum Feiern ins Ausland fährt, so sieht man deutlich, was Deutschland aus der inländischen Party- und Disco-Szene gemacht hat. Gesetze über Alkohol, Lärmpegel, Licht/Laser. Und natürlich Steuern für alles Erdenkliche (z.B. Vergnügungssteuer) verderben in Deutschland fast jeden Party-Spaß. Sowohl für den Veranstalter/Betreiber, als auch für die Gäste. Fährt man auch nur ein paar Kilometer über die Grenze, dann sieht man, wie es anders (und auch richtig!) geht. Hier macht das Feiern noch Spaß.
Das Bozzini im niederländischen Kerkrade wirbt mit dem Slogan “Luxurious Clubbing”. Und dazu haben sie auch allen Grund! Ich war schon in sehr vielen Discos in Deutschland, aber das Bozzino topt alles… und das mit Abstand! Ein Sound, der den Ohren Beine macht. Nicht nur sehr laut, sondern auch ein sehr guter Klang. Satte 61.000 Watt Bass, ganz ohne fürchterliches Dröhnen.
Die Licht-Anlage ist ein wahrer Traum! Eines der besten Licht-Systeme in ganz Europa. Ganze 140 Martin Movingheads sind im Bozzini untergebracht. Für alle, für die das ein Fremdwort ist: Hiesige Discos (z.B. der Funpark Hannover) haben maximal 12 davon. Und selbst das ist viel! Plasma-Fernseher an jeder Ecke, LEDs bis zum Abwinken und jede Menge Laser. Zudem bewegt sich die Traverse permanent. Von der Decke bis knapp über die Köpfe des feiernden Volks. Gekrönt von zwei 5m großen Ventilatoren, die ein weiteres Highlight darstellen. Natürlich sind diese nicht zur Klimatisierung gedacht… denn dafür gibts eine separate Klimaanlage. Habe ich schon die Show der Gogos erwähnt? Hier gibt es Männer und Frauen.
Die Getränke-Preise sind nicht die Besten, aber vollkommen okay. Ein Vodka Red Bull liegt zwar bei 8 Euro, dafür gibt’s gezapftes Bier für 2 Euro. Der Eintritt beträgt 10 Euro, Sicherheit wird groß geschrieben. Am Eingang wird man wie am Flughafen gefilzt, damit Waffen keine Chance haben. Musikalisch setzt das Bozzini vor allem auf House und Electro. Es gibt allerdings eine zweite Area, in der Black & RnB gespielt wird. Aber naja, Musik ist ja bekanntlich eine Sache des Geschmacks.
Fazit: Auch wem die Musik nicht passt - das muss man gesehen haben!
