Tja, liebe SPD, das war wohl nichts. Meistens habt ihr ja immer die tollsten Ideen, doch jetzt kam euch Irland zuvor und hat eine ganz geniale Idee in die Tat umgesetzt: Die SMS-Steuer schlägt mit einem Cent pro verschickter SMS zu buche. Für Deutschland wären das bei 22 Milliarden verschickten SMS pro Jahr immerhin schöne 220 Millionen Euro. Tja, liebe SPD, die verschenkt ihr Jahr für Jahr aufs Neue. Dabei könnte man damit so schöne Sachen machen. Vielleicht für einen schönen Popp-Urlaub in Thailand investieren, in dem man über neue unsinnige Gesetzte nachdenkt?
Gute Idee: SMS-Steuer
10. März 2009Wie alles begann … 4,5 Jahre gayscream
12. Januar 2009Es ist erschreckend! Als ich gestern einen Blick auf den Kalender warf, fiel mir nicht nur auf, wie alt ich inzwischen bin, sondern auch, dass gayscream bereits ein hohes Alter erreicht hat. Im September 2004 ging gayscream in der heutigen Form erstmals online und ist somit fast 4,5 Jahre alt. Ich war damals süsse 19 und hatte viele Ideen im Kopf. Inzwischen ist aus diesen Ideen ein ganzes schwules Unternehmen entstanden.
In diesem Rahmen sind wir aktuell damit beschäftigt, alle “schwulen Aktivitäten” in einem neuen Unternehmen zu bündeln und gründen die pink event GmbH. Wundert euch also nicht, wenn ihr bald eine neue Anschrift im gayscream-Impressum findet.
Doch wie hat das angefangen und was sind “schwule Aktivitäten”? Da ich schon seit ich 14 bin im Internet-Bereich aktiv bin, entstand mit einigen Bekannten die Idee eines schwulen Event-Portals. Auf Grund der Heimat Hannover natürlich für den Großraum Hannover - wofür auch sonst. Nebenbei gab es schon damals die kleinen gayscream-Partys, die z.B. “HerbstFever” oder “fever.06″ hießen und unregelmäßig im Haus der Jugend stattfanden. Kleine gemütliche Partys mit ca. 100 Besuchern und günstigen Getränke-Preisen.
Ich weiß gar nicht mehr warum, aber im Oktober 2005 (wahrscheinlich im Suff *g*) entstand dann die wahnwitzige Idee der WHY?GAY!-Party. Der Name ist mir bis heute ein Rätsel, hat sich aber durchgesetzt und bleibt deswegen natürlich auch in Zukunft erhalten. Die erste WHY?GAY!-Party im Dezember 2005 (damals in der 60er Jahre Halle auf dem Faust-Gelände) schlug mit ca. 700 Besuchern ein wie eine Bombe. Die Wiederholung im März 2006 setze den Trend des CeBIT-Specials, der ebenfalls bis heute aktiv ist. Die nächste WHY?GAY!-Party (CeBIT-Special) ist übrigens am 7. März 2009. Die Party-Reihe lockt inzwischen regelmäßig über 1.000 Besucher in die Steintor Event Hall.
Unser Konzept “QueerNight” hoben wir 2007 aus der Taufe. Zwei erfolgreiche Partys in der Pelikanhalle werden nicht so schnell vergessen. Die Pelikanhalle stellte die Location leider nicht mehr für Partys zur Verfügung, weswegen wir die QueerNight nach zwei Events eingestellt haben. Ein Location-Wechsel für die Party-Reihe wollten wir um jeden Preis verhindern. Im Oktober 2008 hat ein anderer Veranstalter den Namen der Party billig kopiert und im Hangar 05 den “Top of the Flops 2008″ veranstaltet.
Während sich gayscream stets gut entwickelte und wuchs, arbeiteten wir mit einem neuen und größerem Team an einem neuen Projekt, welches schon länger in der Schublade lag. Das “G:ZiNE“-Magazin wurde gestartet und erschien in der ersten Ausgabe Anfang September 2008. Ab sofort erscheint das Magazin alle zwei Monate. Thematisch setzt es sich mit schwul-lesbischen Szene in Hannover und Region auseinander.
Ein zusätzliches Party-Event, welches den Namen “PINKSTER” trägt, gibt es seit November 2008. Das Konzept der Party ist das genaue Gegenteil der WHY?GAY!-Party. Während auf der WHY?GAY!-Party vor allem “groß, dunkel, laut und geil” zählt, setzt PINKSTER auf “Klasse statt Masse” und bringt mit der hellen Location (Tanzstudio “Olandos Dance Complex”) einen ganz anderen und einzigartigen Flair mit. Die neue Party-Reihe findet 2x pro Jahr statt. Das nächste Mal im Frühling 2009.
Das aktuellste und wie sich im Nachhinein herausstellte auch größte Projekt ist der famous club. Auch dieses Konzept ist von der Idee her schon älter, wurde aber nie umgesetzt. Als wir im Oktober 2008 dann in der Location standen, wussten wir es sofort: Er ist es! In Rekord-Zeit renovierten wir den Club innerhalb von vier Wochen komplett und konnten schon Mitte Dezember Eröffnung feiern. Seit Dezember haben Schwule und Lesben in Hannover folglich eine neue Heimat. Jeden Freitag und Samstag kann im famous club gefeiert werden.
Tja… und das in 4,5 Jahren. Wir sind gespannt, wie es 2009 weiter geht. Neben der Neu-Firmierung der “schwulen Aktivitäten”, die übrigens ab Februar 2009 aktiv ist, haben wir noch viele viele viele Ideen. Unter anderem stehen die Erweiterung des famous club und eine neue Party-Reihe auf dem Plan. Lasst euch überraschen!
In 4,5 Jahren gucken wir dann, wie es weitergegangen ist. Oh mein Gott, dann ist 2013 und ich bin 27, aaaaaaaaaaaaaah. Ich sollte besser nicht so oft auf den Kalender gucken.
Und er wächst immer noch …
16. Dezember 2008Erst ein paar Monate ist es her, als wir den Tatbestand der Veröffentlichung von Penisgrößen über Wikipedia aufgedeckt haben. Bei einem erneuten Besuch der betrefflichen Seite ist uns nun wieder eine merkwürdige Sache aufgefallen. Er wächst noch!
Ja, in der Tat. Der liebe Herr Volny hat es geschafft, sein Teil innerhalb weniger Monate um 4 cm “aufzupumpen”. Ob sich die Größe wirklich zum positiven entwickelt hat, werden wir selbstverständlich durch Kauf seines nächsten Mediums austesten und anschließend berichten.

Toleranz und Oberflächlichkeit - die billige schwule Welt
20. September 2008Hmm, sind es nicht immer wir Schwule und Lesben, die nach Toleranz schreien? Wir protestieren mit tausenden anderen Gleichgesinnten auf CSDs gegen die Missstände in der schwulen Welt. Wir akzeptieren nicht, dass es Leute gibt, die mit Schwulen nichts zu tun haben möchten. Und Homophobie ist ja krank!
So, STOP an dieser Stelle. Genug vom blöden schwulen Einheitsgelaber.
Wenn ich mich bei Gayromeo durch die Liste der Online-User klicke, denke ich bei jedem zweiten Profil “der hat doch nen Knall!”. Scheinbar schreien Schwule nach Toleranz, sind selbst aber kein Stück tolerant, ganz im Gegenteil. Aber die blauen Seiten machen es uns ja auch einfach. Mit einem Klick können wir alles aus unserem Sichtfeld entfernen, was nicht dem Will-Ich-Mit-Ficken-Ziel entspricht. So werden alle Leute unter 160cm ausgeblendet, denn mit solchen Leuten möchte ich ja eh nichts zu tun haben. Leute über 70 kg natürlich auch, denn mal ganz ehrlich: Das ist fett… egal ob man 201cm groß ist! Wieso gibt es eigentlich keine Funktion, welche Leute nach dem BMI sortiert? Dann hätte man das Problem nicht. Alles mit BMI über 18 fliegt gleich in die Tonne bzw. landet automatisch in der Ignorieren-Liste.
Liebe Schwule, fasst euch endlich mal an die eigene Nase! Hört auf, nach Toleranz zu schreien, wenn ihr selbst Profiltexte wie “alle über 24 brauchen sich gar nicht melden” oder “mit Leuten, die Fetische haben, möchte ich nichts zu tun haben” verfasst!
Schade, die Zeit der großen Community ist vorbei. Noch vor 10 Jahren war man einfach miteinander befreundet. Da war es egal, ob alt oder jung, ob dick oder dünn, ob blond oder dunkelhaarig. Heute bilden sich die Cliquen anders. Wer da optisch nicht reinpasst, kommt auch nicht rein. Simpel und ohne Ausnahmen.
Bin ich eigentlich die einzige Person, die das mal ausspricht? Diesen Ansatz habe ich noch nirgends gelesen, obwohl er bestimmt in den Köpfen vieler herumschwirrt.
Wikipedia macht einen auf gayromeo
13. August 2008
Es ist unglaublich, aber tatsächlich wahr: Als wäre die Oberflächlichkeit bei gayromeo nicht schon groß genug, springt nun auch das allseits beliebt Online-Lexikon Wikipedia auf den Zug der Oberflächlichkeit auf. Man überlege sich, was für einen Steckbrief wichtig ist: Richtig… Augenfarbe, Gewicht, Größe, Geburtsdatum, Herkunft. Macht alles Sinn. Aber jetzt kommt das, was bei Wikipedia ebenfalls sehr wichtig zu sein scheint: Penisgröße!
Als wir Google fragten, wer “Johan Volny” ist, legten wir diesen oberflächlichten Tatbestand offen. Zwar ist wohl Tausenden bekannt, wie groß der Penis des Herrn Volny ist (was bei seinem Beruf auch nicht weiter verwunderlich ist), trotzdem ist es fraglich, ob Wikipedia solche Daten verzeichnen sollte.
Übrigens ist Herr Volny in Kürze auf einem Event im Fever Club anzutreffen. Vielleicht zieht es ja den einen oder anderen hin. Interessant zu wissen wäre auch, ob es Herr Volny ähnlich derbe “treibt” wie die beiden Eurocreme-Darsteller im Zino voriges Jahr. Damals war der vorangekündigte Skandal tatsächlich eingetreten, was der Party leider nicht zum Erfolg verhalf.
Warten wir mal ab, wann die Penisgröße auch bei anderen Personen (z.B. Tom Cruise oder Shia Shaide LaBeouf [der ist richtig scharf, oder?]) nachgetragen wird. Wir werden das weiter verfolgen.
Wie wird das eigentlich bei Frauen gemessen? Wäre ebenfalls mal interessant zu wissen. Da ich als Schwuler (ja, ich weiß!) keinerlei sexuelle Erfahrungen mit Frauen habe, bin ich über jeden Tipp dankbar. Die Brustgröße ist ja eine Sache… aber weiter unten? Misst man die Tiefe? Wenn ja, wäre auch das eine sinnvolle Erweiterung bei Wikipedia wert.
Apropros Frauen: Wir suchen aktuell eine lesbische Frau, die Lust hat, Artikel für den Blog zu schreiben. Vielleicht meldet sich ja die ein oder andere. Wir würden uns freuen, dem Blog so mehr geschlechtsmäßige Ausgeglichenheit einzuhauchen. Schließlich besteht die Szene nur zu 50% aus Männern.
Ich verdiene mein Geld mit Prostitution… das ist doch krank!
06. August 2008Oh, die Ärzte haben es geschafft. Es hat lange gedauert und war auch wohl nicht beabsichtigt, aber sie haben DIE schwule Hymne geschrieben! Der aktuelle Ärzte-Sing “Lasse reden” beschäftigt sich genau mit dem Thema, welches die Schwulen am Meisten beschäftigt. Und nein, damit ist nicht Sex gemeint! Lästern und böse Gerüchte verbreiten ist es, was favorisiert wird. Macht ja auch viel mehr Spaß. Vor allem auf Partys geht das richtig ab. Während Lesben durchaus mal zuschlagen, kämpfen Schwule lieber mir Worten. Ohhh, aber richtig böse. Erzählt man doch einfach mal Person A, dass Person C mit Person F geschlafen hat, dafür aber von Person M einen Betrag von 55,50 € bekommen hat. Das Ganze hat Person C aber nur gemacht, um sich an Person O zu rächen, die mit Person F seit mehr als 5 Wochen zusammen ist. Eindeutig zu lange. Tja, und weil es Person C so gut gefallen hat, geht er nun hauptberuflich anschaffen, ist doch klar… machen ja alle so.
Danke an die Ärtze für diesen ehrlichen Song, der zu 100% in die schwule Community passt. Mal sehen, welche Party ihn als erstes spielt, dann gerne auch als House-Version.
Übrigens haben sich auch Finger & Kadel mit der aktuellen Party-Kultur beschäftigt. Die Message in ihrem neuen Song ist ebenfalls sehr aussagekräftig und realistisch: Ihr seit doch krank!
Elli Erl, wer ist bitte das? Sommerloch Festival Braunschweig
27. Juli 2008Wer ist eigentlich Elli Erl? Das war nicht die einzige Frage, die beim diesjährigen CSD Braunschweig (Sommerloch Festival) aufkam. Dennoch war es für mich die wohl wichtigste Frage. Elli Erl ist Siegerin der zweiten DSDS Staffel. Schon vergessen? Ja, das war 2004, ein paar Tage ist es also her. Komischerweise erinnert sich fast jeder an Alexander aus der ersten Staffel, aber so gut wie niemand an Elli. Egal… auf jeden Fall ist Elli die einzige DSDS-Gewinnerin, die es geschafft hat, keinen Nummer 1 Hit zu landen. So kann man sich die liebe Frau auch merken. Stimmlich ist die “Rockröhre” (so nennt sie sich auf Ihrer Website) übrigens toll.
Und lesbisch ist sie ja auch noch, cool! Vermutlich war das auch der Grund, warum man gerade sie zum CSD Braunschweig eingeladen hat. Vor 2 Jahren traten da ja mal Right Said Fred auf - und nein, die sind nicht schwul (auch wenn das immer wieder behauptet wird), sondern Geschwister. Wussten das die Veranstalter? Egal, der Auftritt damals war geil, und das ist ja die Hauptsache. Den Auftritt von Elli habe ich ja leider verpasst, da ich mich (wie immer) in Braunschweig verlaufen habe.
Auf der PrideNight kam später allerdings eine andere Frage auf: Wo ist Elli Erl? Richtig, nicht mehr da! Sie war schon wech… naja Termine und so. Die PrideNight in Braunschweig ist sowieso so ein Kapitel. Ich erinnere mich noch an das letzte Jahr. Da hatte ich mich eigentlich entschieden, nicht mehr hinzugehen, da jemand sämtliche Metall-Traversen der Region in der Location aufgebaut hatte. Trotzdem bin ich wieder hingegangen. Wenn Braunschweig, dann richtig. Außerdem halte ich mich nie lange an Dinge, die ich entscheide.
Auf der Main-Area hatte man dieses Mal mehr über die Platzierung der Metall-Traversen nachgedacht. Sah sehr cool aus, auch wenn man die drangehängte Technik eigentlich schon als Elektro-Schrott dritter Klasse nicht optimal bezeichnen kann. Naja, maybe entscheidet man sich im nächsten Jahr für einen anderen Techniker. Dann ist auch der Klang auf dem Burgplatz besser. Cool war auch die Idee mit dem Käfig auf der Bühne, very sexy. Mehrere DJs (meistens sogar Live, wow!) beschalten 2 Areas. Außen gab es noch einen Karaoke-Bereich, in den ich mich aber nicht wirklich getraut habe.
Damit auch jeder Gast sofort versteht, was wann wo und wie im Laufe der Nacht abläuft, wurde folgende sehr übersichtliche Skizze auf einer Leinwand eingeblendet:

Liebes Sommerloch-Team, jetzt mal ganz im Ernst: Welcher auch nur halbwegs nüchterne Besucher blickt da durch? Nach näherer Betrachtung habe ich zumindest erkannt, dass Tatjana Taft um 0:30 Uhr in der Main Area auftritt. Und ich hatte den Plan sogar richtig gedeutet, denn da war sie auch schon. Sie präsentierte ihr neues Programm und hat im Vergleich zum Letzten noch diverse andere Körperteile um Laser ergänzt. Mit düsterer Musik untermalt wirkte das Ganze irgendwie cool - mal was Anderes. Keine übertriebener Tucken-Kram, sondern mehr in Richtung Show. Bitte mehr davon!
Ansonsten stand ein DJ Battle auf dem Programm. Kennen wir schon irgendwo her, ist aber trotzdem eine coole Sache. Der Black Music DJ sah eher nach Heavy-Metal oder Rock aus, hat es aber geschafft, Black&RnB zu spielen. Ja, er hat es sogar geschafft, einfach mal rüber zum House-DJ zu gehen und den Bass aufzudrehen. Macht manchmal Sinn, vor allem wenn der House-DJ seit einer halbe Stunde uralte Kamellen spielt.

An dieser Stelle aber auch nochmal ein fettes Lob an der House-DJ: Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass er Alexander Marcus mit “Papaya” spielt - der Track geht richtig ab, ist aber gewöhnungsbedürftig. Ich konnte mich dabei kaum noch auf den Beinen halten. Das ist sogar ausnahmsweise mal nicht ironisch gemeint.
Fazit: Auch wenn ich natürlich (wie immer) fast nur böse Sachen geschrieben habe, ist das Sommerloch Festival ein klasse Event. Denn seien wir mal ehrlich: Wenigstens hat Braunschweig einen CSD!
üstra in Geberlaune - “gerne unterstützen wir Klofrauen!”
13. Juli 2008Die üstra ist ein Verein Unternehmen in Hannover, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in Bussen und Straßenbahnen zu transportieren. Das Gleiche wie die KVB in Köln, nur halt in Hannover. Und üstra klingt doch auch viel aufregender. Und dieses komische grün an den Fahrzeugen ist auch schön anzusehen.
Am letzten Samstag trug es sich zu, dass wir mit einer Gruppe von Leuten mit dem Ziel des GayZeltes an einer Straßenbahn-Station standen. Wartend auf die Bahn kam die Fahrkarten-Frage auf. Also ran an den Automaten, die Bahn kommt gleich. Die Wahl fiel auf eine Gruppentageskarte. 7,80 € für 5 Personen sind vollkommen okay.
Alle gucken in die Geldbörsen und wir beginnen damit, Geld einzuwerfen - ein 2-Euro-Stück. Noch ein 2 Euro-Stück. Dann noch Eins. Macht schonmal 6 Euro. Oh, fehlen nur noch 1,80 Euro. Hat jemand ein 1-Euro-Stück? Ja, also rein damit. 2-Euro-Stücke hatten wir inzwischen nicht mehr. Nun noch 80 Cent. Ein 50-Cent-Stück war gefunden. Fehlen noch 30 Cent. Und auch ein 10 und 20 Cent-Stück hatten wir, doch nanu, was war passiert? 10 und 20-Cent-Stücke fielen durch. Woran liegts? Richtig! Der Automat will für die letzten 30 Cent patu und ausschließlich nur 2-Euro-Stücke. Haben wir aber nicht, hätten wir doch sonst längst eingeworfen!
Mist, da hinten kommt die Bahn. Was nun? Der Automat will unser Geld nicht und wir wollen die Bahn nicht verpassen. Also auf “Abbruch” drücken und warten, bis unser Geld zurückkommt. Klick Klack KlickKlack Klick- 5x müsste es in der Wechselgeldausgabe “klacken”, denn wir haben 5 Geldstücke eingeworfen. Klick Klack Klack Klick Klack, wieso geht es weiter? Klick Klack Klick Klack und immer weiter.
Ein Blick in die Münzrückgabe verrät die Lösung. Der liebe Automat zahlt uns unser Geld komplett in 20-Cent-Stücken zurück! Kein Witz. Leider kein Witz. Und wenn, dann wäre er schlecht. Die Bahn mussten wir inzwischen schon aufhalten, da noch immer klackte es. Zum Schluss kamen sogar 5-Cent-Stücke raus.
Ca. 4 kg Kleingeld und 40 Geldstücke reicher, stiegen wir ein. Auf der Fahrt keinerlei Fahrkarten-Kontrolle. Glück für den Kontrolluer, dem hätten wir was erzählt und ihm das Kleingeld um die Ohren gehauen.
Und was hat das nun mit Klofrauen zu tun? Ist doch ganz einfach! Was macht man mit 40 Stücken Kleingeld? Richtig, man verteilt es über den Abend hin gleichmäßig an diverse Klofrauen auf dem Hannoveraner Schützenfest. So kann man auch 7,50 € investieren. Ob die Klofrauen das Ganze allerdings genauso versteuern wie es die üstra, ist fraglich.
Ich habe übrigens kein sinnvolleres Video zum Thema “Klick Klack” gefunden, sorry!
colour cologne CSD Köln: Scheisse war das geil!
07. Juli 2008Scheisse war das geil! Ja, anders kann ich das gerade nicht ausdrücken. Die “colour” Party zum CSD-Köln wurde nicht nur als viertes Standbein des CSD beworben, sondern bekam allgemein sehr viel Aufmerksamkeit in der Presse. Mit 30 Euro Eintritt an der Abendkasse (20 Euro VVK) waren die Erwartungen an das Event sehr hoch, unglaublich hoch sogar. Bekommt es der Veranstalter wirklich hin, die KölnArena, welches das größte geschlossene Bauwerk seiner Art in Deutschland ist, voll zu bekommen?
Hier kommt die Antwort: Jaaaaaaa! Und wie er das schafft. Die Erwartungen wurden in vollem Umfang bestätigt, wenn nicht sogar übertroffen. Ein Kracher, das das Niveau des Kölner CSD nochmal sehr sehr deutlich nach oben geschoben hat.

Tonnenweise Papier! Und damit sind keine Flyer, Plakate und Spam-Aktionen gemeint, sondern das, was während der Party buchstäblich in die Luft geblasen wurde. Papier-Schnippsel-Kanonen open end. Bunt, rot und gold. Es gab übrigens auch Seifenblasen.
Top DJs brachten die Menge zum Kochen! Dabei wurde grundsätzlich (und Gott sei Dank!) auf Lala-Musik á la “I Don’t Feel Like Dancing” verzichtet. Angesagt war das, was richtig abgeht: House und Electro.

Nebenbei bemerkt: Am Freitag Abend waren beim “gay college club” im “Alter Wartesaal” (ebenfalls eine coole Location. Köln hat Location-technisch echt eine Menge zu bieten) und wurden stundenlang mit “I Don’t Feel Like Dancing”-Musik auf akkustische Art gefoltert, ohoh. Trotzdem war auch die Party am Freitag alleine schon die Reise wert. Die Stimmung war auch dort klasse, das Publikum sexy und die Getränkepreis durchaus okay.
Aber wieder zurück zum Thema… es geht ja primär um die colour-Party, die übrigens auch den Ausschlag gab, nach Köln zu fahren. Natürlich ist auch der CSD ansich schon die Reise wert, jedoch gibt es CSDs in vielen Städten. Hmpf, jaa okay ich gebe es zu: Einen CSD wie in Köln gibt es in vielen Städten nicht, leider nicht.
Damit ihr euch einen Eindruck der Party verschaffen könnt, haben wir keine Fotos gemacht. Doch, ein paar wenige Fotos, aber primär ein Video! 5 Minuten Eindruck, das ist doch viel besser als tausend Fotos, wo man sich stundenlang durchklicken muss, oder?
Zum Video: Ohne Worte - das ist Köln, das ist Szene, das ist Party.
Kennt eigentlich noch jemand dieses coole Cola-Wassereis, was man nach dem Öffnen erstmal mit den Händen wärmen muss, damit man es oben rausdrücken kann? Richtig, das Ding gibts nun auch als Getränk! Red Bull Cola war zum CSD tierisch angesagt und auch die Red Bull Cola Autos sind sehr stylisch. Da ich sowieso schon Red Bull Fan bin, mag ich auch den neusten Streich sehr gerne. Was ich gar nicht mag war ein Getränk, welches es auf der colour-Party gab: Ein Mixgetränk aus Vodka, Energydrink, Zitrone und Bitter Lemon? Zumindest hat es so geschmeckt bzw. eben gar nicht geschmeckt - mir nicht. Natürlich sind die Geschmäcker verschieden. Wie hieß das Ding nochmal?
Apropros CSD… eines muss ich mal loswerden, was ich schon seit ein paar Jahren beobachte: Ist euch aufgellen, dass Schwule/Lesben, die inzwischen längst keine Randgruppe mehr sind, das aber trotzdem noch sein wollen indem sie sich neue Randgruppen überlegen? Beispiel: Früher gab es einen Verein für “Schwule Sportfreunde”. Das ist heute zu normal, also wird ein “Verein schwuler Sportfreunde mit Kindern aber ohne Frau” gegründet. Klingt doch schon viel randgruppiger! Gibt es das Wort randgruppiger? Egal… was ich damit sagen möchte: Es ist scheinbar eine Art Wettkampf und den randgruppigsten Verein ausgebrochen. Achtet beim nächsten CSD mal drauf, liebe Leser.
Eins bzw. zwei Sachen stehen fest: Die nächste colour-Party folgt 2009. Und gayscream wird am CSD-Wochenende 2009 eine Busreise von Hannover nach Köln veranstalten. Scheisse wird das geil!
So, jetzt aber ab zum Schützenfest Hannover und rein ins GayZelt / gaypeople-Zelt, denn das haben wir fürs erste Schützenfest-Wochende erstmal verpasst. Und das, obwohl es das Szene-Highlight des Jahres in Hannover ist. Nun aber loooos!